„It’s a long way to the top if you wanna Rock’n’Roll!“

Seit Wochen geistert dieses Video durch’s Internet. Dick promotet vom Musikmagazin VISIONS hat Regisseur Thomas Schlagkamp, der sonst eher als Promo Producer bei RTL beschäftigt ist, eine Hommage an den Rock’n’Roll gedreht, die er groß aufgetragen als Manifest zu verkaufen versucht. Von der VISIONS dann auch gleich in einem Atemzug genannt mit Sven Regeners „Wir sind die Penner aus der letzten Reihe“-Wutrede beim Radiosender Bayern 2 gegen die um sich greifende Umsonst-Download-Kultur und die mangelnde Bereitschaft YouTubes, Künstler pro Klick adäquat an den Einnahmen zu beteiligen. Wie da – außer, dass beides mit Musik zu tun hat – der genaue Zusammenhang ist, weiß sicherlich VISIONS allein.

„Ich wollte zeigen, dass Musik nicht nur eine wertlose MP3-Datei auf dem Computer ist, sondern etwas sehr Wertvolles, für das die Menschen, die sie erschaffen haben, hart arbeiten müssen.“

sagt dann Schlagkamp selbstbeschreibend. Im Vergleich zu Regeners Beitrag, der deutschlandweit für eine weitreichende Debatte gesorgt hat, ist das cheesy Video dann doch zu kurz gegriffen. Werbefilmer halt. Sei’s drum. AC/DCs „It’s a long way to the top (if you wanna Rock’n’Roll)“ ist und bleibt ein großes Statement für das Musiker- und Tourleben. Und egal, wie kitschig das Video daherkommt, mit der Verpflichtung von Phil Anselmo (Pantera, Superjoint Ritual, Down) als Off-Sprecher bekommt das Ganze dann zumindest die tonale Credibilty, die den Bildern allein fehlt.

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Death from Above 1979

Das wiedervereinte kanadische Indie Rock-Duo Death from Above 1979 arbeitet scheinbar endlich an neuem Material. Wer wie ich 2004 das erste Album „You’re a Woman, I’m a Machine“ rauf und runter gehört hat und vollkommen fasziniert war von dieser genialen Mischung aus Brachialität und tanzbarer Poppigkeit, der sieht der kommenden Kanadatour mit Freude entgegen. Seit ihrer Reunion im Februar 2011 kam da nämlich bisher nix. Da kann man nur hoffen und die Daumen drücken, dass die Kanadier die neuen Songs auch absegnen und uns die Bass-/Schlagzeugcombo damit bald ein neues Album nachliefert. Hier Sebastien Graingers Statement:

Jesse and I have been writing new songs and the only way we feel like we can make them any good is to go out and play them for people. We’re going to throw our little muscle bound babies to the lions and see who survives. We tried just jumping into the studio, but the songs lacked spirit. They lacked life.
So this tour is song CPR.
There’s no way for us to do it anonymously anymore, so we’re inviting you to come along with us. Watch us Do It. The way we used to. The way everyone used to. We’re a band, and bands just work it out together.

See you soon.
Sebastien 1979

Wer auf verwackelte Fan-Aufnahmen steht, hier erster neuer Höreindruck:

Hier das bekannte Endprodukt:

Godspeed! You Black Emperor im Stream

Endlich ein Grund zur Freude für alle Axtträger mit voller Gesichtsmatratze. Nachdem die kanadischen Postrock/ Ambient-Titanen Godspeed! You Black Emperor bereits im Januar letzten Jahres durch ihr einziges Deutschlandkonzert (in Berlin) erste Lebenszeichen von sich gaben, gibt’s nun auch bald wieder etwas Haptisches und auf die Löffel. Das erste Komplett-Album nach zehnjähriger Pause erscheint bei Constellation Records und am 15. Oktober. Hier gibt’s schonmal einen Vorgeschmack auf „Alleluja! Don’t Bend! Ascend!“