„It’s a long way to the top if you wanna Rock’n’Roll!“

Seit Wochen geistert dieses Video durch’s Internet. Dick promotet vom Musikmagazin VISIONS hat Regisseur Thomas Schlagkamp, der sonst eher als Promo Producer bei RTL beschäftigt ist, eine Hommage an den Rock’n’Roll gedreht, die er groß aufgetragen als Manifest zu verkaufen versucht. Von der VISIONS dann auch gleich in einem Atemzug genannt mit Sven Regeners „Wir sind die Penner aus der letzten Reihe“-Wutrede beim Radiosender Bayern 2 gegen die um sich greifende Umsonst-Download-Kultur und die mangelnde Bereitschaft YouTubes, Künstler pro Klick adäquat an den Einnahmen zu beteiligen. Wie da – außer, dass beides mit Musik zu tun hat – der genaue Zusammenhang ist, weiß sicherlich VISIONS allein.

„Ich wollte zeigen, dass Musik nicht nur eine wertlose MP3-Datei auf dem Computer ist, sondern etwas sehr Wertvolles, für das die Menschen, die sie erschaffen haben, hart arbeiten müssen.“

sagt dann Schlagkamp selbstbeschreibend. Im Vergleich zu Regeners Beitrag, der deutschlandweit für eine weitreichende Debatte gesorgt hat, ist das cheesy Video dann doch zu kurz gegriffen. Werbefilmer halt. Sei’s drum. AC/DCs „It’s a long way to the top (if you wanna Rock’n’Roll)“ ist und bleibt ein großes Statement für das Musiker- und Tourleben. Und egal, wie kitschig das Video daherkommt, mit der Verpflichtung von Phil Anselmo (Pantera, Superjoint Ritual, Down) als Off-Sprecher bekommt das Ganze dann zumindest die tonale Credibilty, die den Bildern allein fehlt.

Advertisements