Tanga Elektra „At First Sight EP“

Neo-Soul mit viel Gefrickel

Wo zeigt sich noch echtes Können? Wo werden wahre Bühnenhelden geboren? Sie werden nicht im Hinterzimmer windiger Produzenten gezüchtet, um als neue Retorte die Musikwelt ein Stück weit ärmer zu machen. Nein! Echte Musiker haben sich noch verdient gemacht, durchliefen als Initiation alle Stationen des Musikerdaseins, kennen die Widrigkeiten, den Geruch kleinster Clubs und den der schwitzender Fans. Entbehrungsreiche Prüfungen, aus denen letztendlich erst Kraft und der wahre Wille danach erwachsen, dass fremde Menschen gefälligst zu Deiner Musik abgehen sollen. Das macht Straßenmusik gerade so interessant und scheinbar ehrlich. Zusätzlich wirkt auch noch der Eindruck nach, sie durch die Stadt schlendernd eher zufällig und noch bewusst für sich selbst entdeckt zu haben. TANGA ELEKTRA a.k.a. Gebrüder David und Elias Engler sind ein solcher Glücksfall. Wer braucht eine klassische Bandkonstellation, wenn mit Loopstation, Violine, Percussion und einem wahnsinnigen Gespür für kleine feine aber eindrucksvolle Arrangements auch zu zweit in bester Motown-Manier der Soul eine Frischzellenkur erhält? Bei derart abgespecktem  Line-up zeigt sich schließlich erst der Könner. Und Tanga Elektra können`s. Neo-Soul, Funk und ein Hauch Elektro, fertig ist der Lack und ist ein unkonventioneller Sound per Jamsession entstanden, bei dem nicht nur das Spreeeis schmilzt.

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