unclesally*s-Aus: So long! Gehabt euch wohl!

Zum Abschluss des Jahres gibt es noch trotz Weihnachtsstimmung die traurige Kunde zu verbreiten, dass das unclesally*s-Magazin nach 16 Jahren illustrer Musikbildung der Jugend nun eingestrampft wird. Seit Ende Oktober sorgt die Nachricht für allseits schmollende Leser und das starke Einfordern des „dislike“-Buttons auf der Facebook-Seite. Als Begleiter vieler Musikbegeisterter war sie dankbarer Wermutstropfen einer sonst oft langweiligen Mainstreampresse. Abgrenzend davon zwirbelte die Redaktion verquere Ideen aus der Hüfte und scheute sich nie davor, sich für die Leser ins Zeug legend mit den Musikern dieser Welt im Hütchenspiel zu messen, zu bechern, zu knobeln, Malefiz zu husten. Mir wird sie fehlen. Allzu bereit nahm Onkel Sally jeder mit, war schließlich für umme, lau und kostenlos. Nun isse hin und mit ihr einstige Amusement-Glanzlichter wie Alf Ators (Knorkator) Literarischer Eintopf auf der letzten Seite, wo er kalauerte und geistreich wortwitzelte. Ebenso Jack Lettens (Smoke Blow) Kolumne, nach der man – wenn nicht schon vorher – wusste: „Ja, so tickt das Musikerhirn. Du bist ne coole Sau!“ Eine Träne steckt im Knopfloch jedes Fans und wird dort mit Würde verweilen. Ein Dank der Redaktion für eine coole Zeit und eine Freiheit und flache Hierarchien, wie man sie wohl kaum in einer anderen Redaktion antraf. So long, gehabt euch wohl! Man sieht sich immer zweimal im Leben. Hoffentlich.

16 Jahre, 170 Ausgaben, stets begleitender Onkel der Musikszene
Die traurige Facebook-Botschaft.

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